Musik in schwierigen Zeiten – Folge 145

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, „jeder Böhme ein Musikant“ – so lautet ein altes Sprichwort, und Antonin Dvo?ák scheint der Beweis zu sein für die urwüchsige Musikalität der Tschechen. Der Sohn eines Dorfmetzgers lernte als Junge nicht nur, wie man Schafe und Ochsen kauft, schlachtet und fachgerecht abhäutet, sondern auch, wie man Geige spielt. Sofort fiedelte er in der Dorfkapelle mit, arbeitete sich hoch als Orchesterbratscher – und wurde zu einem der berühmtesten Komponisten seiner Zeit. Auch mit seiner Biographie scheint Dvo?ák dieses hartnäckige Klischee vom böhmischen Musikanten zu bestätigen. Trotz seiner Erfolge blieb er nach

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 144

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, Sport trifft auf Musik: Unser heutiges Musikstück wurde tatsächlich von einem Turnverein in Auftrag gegeben. Und kein Orchester der Welt kann dieses Werk aus eigenen Kräften bestreiten, ein Etat für Aushilfsmusiker sollte also vorhanden und gut gefüllt sein: Nicht weniger als neun zusätzliche Trompeter, zwei Basstrompeten und zwei Tuben werden für die ohnehin schon groß besetzte Sinfonietta von Leoš Janá?ek benötigt. Folkloristische Tanzrhythmen prägen diese Miniatur-Sinfonie. Doch das Stück, dessen berühmte Eingangsfanfare 1926 für ein Fest der Turnergemeinschaft Sokol entstand und dann vom Komponisten zu einem fünfsätzigen Orchesterwerk erweitert wurde, ist

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 143

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, „for me every music is serious“, lautete das musikalische Credo von Leonard Bernstein. Kein Wunder also, dass der Dirigent, Komponist, Pianist und Fernsehmoderator in Personalunion mit allen möglichen Stilen experimentierte, um zwischen Broadway, Jazz, Avantgarde und Klassik zu vermitteln. Mit vertrackten Jazz-Rhythmen setzte er sich in „Prelude, Fugue and Riffs“ auseinander, einem zwischen polyrhythmischen Strukturen à la Strawinsky und Bigband-Sound changierenden Geniestreich. Der berühmte amerikanische Jazz-Klarinettist, Sänger und Bandleader Woody Herman bestellte 1948 dieses dreisätzige Werk für Soloklarinette und Jazz-Ensemble bei Bernstein. Herman galt als musikalisches Wunderkind auf der Klarinette und

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Ermutigungswort zum Sonntag Reminscere, 28.02.2021

Ermutigungswort zum Sonntag Reminscere, 28.02.2021 (reminiscere, lateinisch, bedeutet: Gedenket !) Das Weinberglied (Jesaja 5, 1-7) Liebe Leserin, lieber Leser, als ich den Predigttext für den kommenden Sonntag las, habe ich einen Schreck bekommen. Ich dachte mir, was soll das nur werden ? Bei der Passage aus einem alttestamentlichen Buch handelt sich um ein Protestlied, das alles andere als ermunternd ist. Dabei trägt es den harmlosen Titel: Das Weinberglied. Weinberge sind eigentlich etwas Schönes und manch einer denkt vielleicht an fröhliche Abende bei Wein und Gesang zurück. Dieses Lied ist aber gar kein gute Laune Song. Obwohl es prima anfängt. Es

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„Bach appassionato“ zum Sonntag Reminiscere am 28. Februar 2020

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, herzlichen Dank für alle positiven Rückmeldungen zur neuen Reihe „Bach appassionato“. Zum Sonntag Reminiscere („Gedenke“) am 28. Februar möchte ich Ihnen die Bach-Kantate „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“ BWV 157 vorstellen. Bei dieser Kantate handelt es sich um den ersten Teil der in einem Gedächtnisgottesdienst am 6. Februar 1727 dargebotenen Trauermusik für den bereits 1726 verstorbenen Kammerherrn und Hofrat Johann Christoph von Ponickau. Die Musik hatte noch einen zweiten Teil nach der Predigt, dessen Text nicht von Picander, sondern von Georg Christian Lehms stammt; diese Komposition ist jedoch

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 142

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, Robert Schumann lobte unser heutiges Musikstück in den höchsten Tönen, und nachfolgende Komponisten- und Pianistengenerationen gaben ihm recht: Heute dreht sich alles um Ludwig van Beethovens Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58, das zugleich auch einen Sonderfall in der Musikgeschichte darstellt. Nicht alle von Beethovens Klavierkonzerten haben solche Nachwirkungen erzielt, wie sein viertes. Gerade die Romantiker wie Schumann, Mendelssohn und Chopin haben sich an diesem Konzert orientiert, das seinerseits schon mit einem Fuß – sprich: mit seiner atmosphärischen Dichte – in der Romantik steht und tatsächlich eine neue Ära in der

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 141

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, „sie spielen Brahms um acht Uhr ahms“ – ein oft gehörter Kalauer passt ideal zu dieser Newsletter-Ausgabe, denn heute möchte ich Sie mit einem Frühwerk dieses Komponisten bekannt machen: Das Klaviertrio Nr. 1 H-Dur op. 8. Klaviertrios gehören zu den großen Gattungen der klassischen Kammermusik, und so beschäftigte sich auch Johannes Brahms mit diesem Genre. Sein Klaviertrio Nr. 1 H-Dur op. 8, das er im Herbst und Winter 1853/54 im Alter von 20 Jahren komponierte, war sein erstes Kammermusikwerk. Die erste Aufführung fand im Haus von Robert Schumann in Düsseldorf statt.

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Am Zukunftsprozess beteiligen

Landessynode startet „Lebendige Kirche 2030“ Auf der Landessynode im November 2020 in Wolfenbüttel stellte die Arbeitsgruppe „Strategie und Konzept“ ein vierzigseitiges Papier mit Denkanstößen zur zukünftigen Ausrichtung der kirchlichen Arbeit vor. Auf dieser Grundlage beschlossen die Delegierten einen breit angelegten Beteiligungsprozess bis November dieses Jahres. Auf der Homepage der Landeskirche wurde eine Bereich eingerichtet, in dem Rückmeldungen, Statements und Überlegungen gesammelt werden. Dass die Arbeit der Kirche neu ausgerichtet werden muss ist unumgänglich, denn die braunschweigische Landeskirche rechne laut Landesbischof Meyns von 2017 bis 2030 mit einem Rückgang der Mitglieder und einem Absinken der Kirchensteuer um jeweils 25 Prozent. „So

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 140

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, zu den „Klassikern“ der amerikanischen Musik des 20. Jahrhunderts zählt Aaron Copland – zu seinen bekanntesten, aber immer noch eher selten zu hörenden Werken, zählt sein Konzert für Klarinette und Streichorchester mit Harfe und Klavier. Auftraggeber war der „King of Swing“: Benny Goodman. Die Große Depression war langsam überwunden, die Wirtschaft wieder im Aufschwung, als Ende der 1930er und Anfang der 1940er Jahre in Amerika der Swing seine Blüte erlebte und in allen Bars, Ballrooms und Clubs zu Swing-Musik getanzt und gefeiert wurde. Benny Goodman, Sohn jüdischer Einwanderer aus Chicago, wurde

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Neue Reihe „Bach appassionato“, 1. Ausgabe zum Sonntag Invocavit

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, mit dem Aschermittwoch hat in dieser Woche zugleich auch die Passionszeit begonnen. Übersetzt man Passionszeit mit Leidenszeit, dauert diese mit Blick auf die vergangenen Monate gefühlt für uns alle schon viel länger. Bis zum Osterfest möchte ich versuchen, die Passionszeit musikalisch noch einmal anders zu bedenken. Das Wort Passion taucht auch in dem Begriff „appassionato“ auf – und so soll die neue Reihe „Bach appassionato“ die Wartezeit auf Musik, die in unseren Gottesdiensten momentan auch beinahe verstummt, mit ausgewählten Bach-Kantaten verkürzen. „Bach appassionato“ läuft zusätzlich zur Reihe „Musik in schwierigen Zeiten“,

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Ermutigungswort für den Sonntag Invokavit, erster Sonntag der Fastenzeit 21. Februar 2021

Einfallsreich Fasten. Ein Küchengespräch mit Jesus Liebe Leserin, lieber Leser, es war spät am Abend. Ich war gerade dabei, letzte Handgriffe in der Küche zu machen, als Jesus hereinkam. Das ist ungewöhnlich. Normalerweise sitzt der Heiland schon da, wenn ich abends in der Küche nochmal nach dem Rechten sehe. Jesus grüßt müde, lässt sich auf einen Küchenstuhl fallen und seufzt. „Schweren Tag gehabt?“, frage ich. „Kann man so sagen“, murmelt Jesus: „Musste die Welt retten. Ein Glas Wein wär jetzt nicht schlecht. Hast Du eine Flasche offen?“ Ich schaue ihn verdutzt an. „Aber Herr“, sage ich, „es ist doch Fastenzeit!“

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 139

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, auf den ersten Blick könnte man vermuten, dass in dieser Ausgabe Ballettmusik im Mittelpunkt steht. Doch der Schein trügt: Sergej Rachmaninows letztes Werk, die Sinfonischen Tänze op. 45 aus dem Jahr 1940, sind keine Ballettsuite, sondern ein hauptsächlich sinfonisches Werk, auch wenn das tänzerische Element eine wichtige Rolle spielt. Sein “letzter Funke”, wie Rachmaninow sein Werk liebevoll nannte, war denn auch ein ganz persönliches Werk: eine Rückschau auf sein eigenes Leben in den Farben romantischer Stimmungsmalerei, wie sie im ursprünglich geplanten Titel „Fantastische Tänze“ zum Ausdruck kommt. Die Untertitel der drei

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Helfer*innen – Netzwerk zur Unterstützung bei der Impfanmeldung und für Fahrten zu den Impfterminen

Der Gedanke dahinter: Sich zur Impfung anzumelden ist kompliziert. Die Telefonleitung ist ständig besetzt und manche sind digital unsicher. Wir wollen helfen! Brauchen Sie, oder jemand den Sie kennen, Unterstützung bei der Anmeldung? Gibt es technische Probleme? Oder brauchen Sie jemanden, der / die Sie zu den Impfterminen fährt? Dann melden Sie sich gerne im Propsteibüro (Tel. 05353 95170) und wir vermitteln Ihnen den Kontakt zu einem Impfpaten / einer Impfpatin aus Ihrer Gemeinde, der / die versucht weiterzuhelfen. Vielleicht möchten Sie auch selbst helfen. Wenn Sie technisch versiert sind oder schon einmal eine Anmeldung begleitet haben, freuen wir uns

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Ermutigungswort für den 14. Februar 2021

Liebe Schwestern, liebe Brüder, während der Pandemie mussten, müssen wir lernen, die Hoffnung nicht zu verlieren, bei Kräften zu bleiben, seelisch, geistig – Tag für Tag… es ist mühsam, schmerzhaft. Am Sonntag bekam ich dieses Bild zugeschickt. „Wow“, dachte ich und bekam eine Gänsehaut, weil ich mich an die schönen Tage in Paris erinnerte vor drei Jahren. Mit Amrei und Fenja, unseren Patenkindern – ein Geschenk zur Konfirmation. Ich sah mich sofort mit den Beiden und meinem Mann beim Frühstück unter einer rot-weiß gestreiften Markise ,-) vor einem Café sitzen und frühstücken, höre, wie das frische Baguette kraackelt beim Zerbrechen

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Ermutigungswort zum Sonntag Sexagesima am 07.02.2021

Meine Kollegin möchte am 14.02.2021 einen Themengottesdienst gestalten: In diesem Jahr fällt der Valentinstag auf einen Sonntag. Es ist unschwer zu erraten, welchem Leitwort sie folgen wird. Genau, „Liebe“ wird das Thema sein: Lieder, Gebete, Bibelworte … – „Na, fällt dir spontan ein Liebesgedicht ein?“, hat sie mich gefragt. – Meine Antwort: „Bert Brecht hat sehr schöne Liebesgedichte geschrieben.“  – Was hätten Sie geantwortet? Haben Sie ein Liebeslieblingsgedicht? Schauen wir auf den kommenden Sonntag. Dieser trägt den Namen „Sexagesimae“. Es ist eine Zeit- und Zahlenangabe: In ca. 60 Tagen feiern wir Ostern. Für das Ermutigungswort habe ich mir den Wochenpsalm

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Ermutigungswort zum 31. Januar 2021

Wir erzählen euch keine Märchen! Am letzten Sonntag im Januar verabschieden wir uns von der Weihnachtszeit mit einer Lichterzählung. Das tut gut in der dunklen Jahreszeit. Auch wenn die Tage schon wieder länger werden, Januar und Februar erleben die meisten von uns als die schwierigen Wintermonate. Es ist kalt, dunkel und man kann nicht viel tun, im Lockdown sowieso nicht. Da können wir eine Aufmunterung schon gebrauchen. Aber diese Geschichte ist schon ziemlich unglaublich. Von Verklärung ist da die Rede, von Licht und leuchtenden Gestalten. Auf den Berg sind sie mit ihm gestiegen, die engsten Anhänger mit Jesus, und dann

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Ermutigungswort zum 24.1.2021

  Es werden kommen von Osten und Westen, von Norden und Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes. (Lukas 13,29)   Liebe Leserinnen und liebe Leser! Das neue Jahr beginnt, wie das alte zu Ende gegangen ist. Seit vielen Wochen steht das Leben wieder still, und wir sind mit unseren Sorgen und Ängsten zu Hause. Wir sollen zu Hause bleiben, und es ist auch nötig, damit eine unkontrollierte Ausbreitung der Infektionen endlich gestoppt wird, damit alle, die krank werden, die bestmögliche Hilfe bekommen und nicht in überfüllten Krankenhäusern auf eine gute und rechtzeitige Behandlung warten müssen. Das ist

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Ermutigungswort zum Heiligen Abend

Weihnachten – in Corona- Zeiten? Ich weiß noch sehr gut, wie ich doch lachen musste als einer im März zu Beginn des Lockdowns sagte: „Was werden wir uns freuen, wenn wir uns alle beim Weihnachtsmarkt wieder in die Arme fallen dürfen!“ Weit gefehlt und jetzt bin ich wieder auf dem Boden der Tatsachen angelangt: ich umarme keinen und einen Weihnachtsmarkt gab es nicht. Die Einschränkungen der letzten Wochen haben Menschen noch einmal richtig in die Knie gehen lassen. Auch in den Kirchengemeinden wurde gerungen und diskutiert über unsere Angebote zu Weihnachten. Wir wissen, wir haben die Aufgabe von Gottes Kommen

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Spenden an Brot für die Welt

In diesem Jahr fallen für Brot für die Welt viele Kollekten der Weihnachtsgottesdienste weg. Diese wichtige Arbeit ist aber auf Spenden angewiesen. Wir unterstützen daher sehr gern den Aufruf zur Onlinespende ! Alle Infos und direkt spenden unter: http://brot-fuer-die-welt.de/spenden  

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digitale Angebote zu Weihnachten

In diesem Jahr ist vielen anders – auch Weihnachten. Die Botschaft bleibt natürlich gleich und ist in diesem Jahr besonders stark: Fürchtet euch nicht! Und trotzdem: Viele von uns feiern Christi Geburt in anderer Form als sonst. Wir möchten trotzdem mit Ihnen feiern! Neben den persönlichen Gottesdiensten in den Ortsgemeinden, haben viele von uns auch digitale Angebote vorbereitet. Dazu laden wir Sie und Euch ganz herzlich ein! Auf unserem YouTube-Kanal, an Weihnachten, 24.12.2020 ab 14.00 Uhr!

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Ermutigungswort zum 4. Advent

Ich bat die Konfis einmal zu überlegen, wie dieser Stall in unserer heutigen Welt aussehen könnte. Eine Konfirmandin sagte: „Jesus würde wahrscheinlich auf einer Mülldeponie geboren werden.“ Ein anderer: „Oder in einer dreckigen U-Bahn.“ Das trifft den Nagel ziemlich auf den Kopf, wie ich finde. Jesus wird an einem unmenschlichen Ort geboren. Und: Er wird auch an einem unmenschlichen Ort sterben. Mit Mitte dreißig. Wie ist zu erklären, dass wir – 2000 Jahre später – uns diese Geschichte noch erzählen? Sie lebendig halten? Beachten wir denn sonst die Geschichten der Verarmten und Erniedrigten dieser Welt? Ich glaube, wir beachten deshalb

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Ermutigungswort zum 3. Advent

Liebe Leserinnen und Leser, an vielen Orten leuchten in diesen Wochen Sterne. Liebevoll und erwartungsvoll dekoriert schmücken sie Häuser und Straßen, Zimmer und Geschäfte. Es scheint, als würden sie der derzeit gedrückten Stimmung der Pandemie etwas entgegen halten wollen. Sie antworten mit ihrem Strahlen. Folge ich mit meinen Augen ihren Strahlen, so wird mein Blick in die Weite gerichtet, in die Ferne und in die Zukunft. Der Stern auf der Frontseite strahlt jetzt in der Adventszeit in der Cremlinger Kirche. Er weist uns den Weg, wenn wir Gottesdienst feiern. Er weist den Weg zur Krippe, den Weg zu Jesus. Er

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Weihnachtsgottesdienst auf dem Marktplatz Königslutter

Weihnachtsgottesdienst der Propstei Königslutter am 24. Dezember 2020 um 17:30 Uhr auf dem Marktplatz, Königslutter Die Propstei Königslutter lädt ein zu einem festlichen Open-Air-Gottesdienst am Heiligen Abend um 17:30 Uhr auf den Marktplatz in Königslutter. In diesem Jahr, in dem die Kirchen zu den Weihnachtsgottesdiensten nur eine begrenzte Anzahl von Besuchern empfangen können, möchte die Propstei mit diesem Gottesdienst ein zusätzliches Outdoor-Angebot schaffen. Ganz bewusst fiel als Veranstaltungsort die Wahl auf den Marktplatz als zentralen Ort in Königslutter, der mit Bühnenpodest, Weihnachtsbaum und Weihnachtsbeleuchtung dank „Königslutter Aktiv“ eine wunderbare, stimmungsvoll beleuchtete Kulisse bietet und für diesen besonderen Gottesdienst, der maximal

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Ermutigungswort für den 6. Dezember 2020

Bei dem Datum denkt man natürlich in unser Breitengraden gleich an den handelsüblichen ‚Nikolaus‘ mit der schon weihnachtsmannmäßigen roten Kapuze. Spätestens da würde dem einzig wahren (mit „h“ in der Mitte!) Nikolaus wohl bereits die berühmt-berüchtigte Hutschnur – oder besser gesagt „Mitra“ – reißen: So heißt nämlich die oben mit Kreuz abgebildete Kopfbedeckung des Bischofs von Myra aus dem 4. Jahrhundert nach Christus. Aber der Reihe nach: Stellen wir erst einmal den Nikolaus sozusagen vom Kopf auf die Füße! Der historische Nikolaus lebte Mitte des vierten Jahr- hunderts in Kleinasien und war berühmt für seine wohltätige Art und Ader, für

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Ermutigungswort aus der Propstei Königslutter für den 29. November 2020

„WORAUF WARTEST DU NOCH?“ ruft mir das Plakat an der Bushaltestelle in Großbuchstaben entgegen. Es will Werbung machen für ein Fitnessstudio. Man kann dort einen CoronaVertrag abschließen, lese ich. Damit ist eine Mitgliedschaft unter Corona-Vorbehalt gemeint, für die ich nur dann monatlich zahlen muss, wenn ich sie auch tatsächlich nutze. Falls ich meinen Körper also für 2021 in Form bringen will, gibt es keinen (monetären) Grund, diesen Vertrag nicht abzuschließen. Rückblick: Unter Corona-Vorbehalt  stand in diesem Jahr so ziemlich alles. Etliche Großveranstaltungen und Privatfeiern mussten abgesagt werden. Viele Hochzeitspaare planen mittlerweile schon zum dritten Mal ihre kirchliche Trauung oder haben

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Adventssingen@Home aus der Stadtkirche Königslutter – Online-Format für zuhause als Alternative zum öffentlichen Singen

Propsteikantor Matthias Wengler lädt an den kommenden vier Adventssonntagen zur neuen Reihe „Adventssingen@Home“ ein. Da Gemeindegesang in den Gottesdiensten nach wie vor nicht möglich ist und Chöre nur sehr eingeschränkt proben und auftreten können, ist dieses Online-Singprojekt für zuhause als Alternative entstanden. Ab 29. November wird an jedem Adventssonntag ein Video veröffentlicht, in dem Advents- und Weihnachtslieder vorgestellt werden und zum Mitsingen zur Orgelbegleitung  eingeladen wird. Das Video kann sonntags ab 11 Uhr unter der Adresse youtube.propstei-koenigslutter.de abgerufen werden. Die Zuschauer erfahren dabei viele Details zur Entstehung der Lieder; eine Weihnachtsgeschichte, die von Corinna Tjiang gelesen wird, ist ebenfalls in jeder

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Ermutigungswort 22. November

Wolfgang Abendschön hat einmal geschrieben: „Es gibt Zeiten, da bin ich hoffnungslos – hoffnungslos zuversichtlich“. Dem ersten Teil dieses Satzes können sicherlich viele zumindest zeitweise zustimmen – so gewiss am heutigen Ewigkeitssonntag, an dem man in besonderer Weise der verstorbenen Angehörigen oder Freunde gedenkt, aber auch im Alltag betreffs der möglicherweise vielfältigen persönlichen Sorgen und Nöte. Sicherlich mag auch Wolfgang Abendschön manchmal in diesem Sinne Hoffnungslosigkeit kennen oder gekannt haben, er lebt aber grundsätzlich in der Zuversicht, jetzt mit Worten Helmut Gollwitzers gesprochen: „Die Nacht wird nicht ewig dauern. Es wird nicht finster bleiben. Die Tage, von denen wir sagen,

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Adventskalender für die Ohren

Jugendliche und junggebliebene Erwachsene haben Teile der Weihnachtsgeschichte aus dem Buch „Der Weg zur Krippe“ von Monika Larsen und Anna Karina Birkenstock aus dem Kaufmann Verlag aufgenommen. Es sind ganz tolle kleine Folgen entstanden, die man sich ab dem 1.12.2020 täglich auf der Homepage der Evangelischen Jugend Königslutter unter Podcast anhören kann https://evj-koenigslutter.de/podcast/ Ich danke allen, die mitgemacht haben und wünsche euch allen viel Spaß und Freude beim Anhören! Schon vorab eine besinnliche und gesegnete Adventszeit! Sonja Höhne

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 101

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, es gibt Lieder, die lernt man auf ungewöhnliche Weise kennen und wundert sich noch Jahre später, dass es sie tatsächlich gibt. Ein solches Beispiel ist für mich das Lied „Juchhe“ op. 6 Nr. 4 von Johannes Brahms, hier zu sehen mit Susanna Proskura. Und hier der Moment, den wohl sehr viele von Ihnen mit diesem Lied verbinden, der Text stammt übrigens von Robert Reinick: Gar nicht übel, oder? Ihnen allen einen schönen Tag mit herzlichen Grüßen aus Braunschweig Matthias Wengler

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 100

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, kaum zu glauben, aber wahr: Die 100. Ausgabe ist erreicht – und hierfür habe ich ein Werk reserviert, das mich schon lange durchs Leben begleitet. Hin und wieder werde ich gefragt, welches Konzert mein schönstes war, das ich selbst geleitet habe. Abgesehen davon, dass ich mit Superlativen immer zurückhaltend umgehe, lege ich mich heute gerne einmal fest. Eines der schönsten Konzerte, das ich selbst leiten durfte, fand 2009 im Kaiserdom in Königslutter statt. 2009 hat die Musikwelt den 200. Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy gefeiert – und auch in Königslutter haben

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Ermutigungswort 15. November

Es ist Herbst geworden, in der Natur ist das deutlich sichtbar. Seit der Zeitumstellung Ende Oktober wird es schon nachmittags dunkel. Die Tage sind kurz, die Nächte lang. Der Kastanienbaum vor meinem Fenster hat seine Blätter und Früchte abgeworfen. Welk und braun verströmen sie den typisch herbstlich modrigen Geruch nach Erde und Vergänglichkeit. Der Stamm und die Äste sehen kahl und leer aus. Und so spielt sich vor unseren Augen etwas ab, das uns auf den Tod hinzuweisen scheint, und wie er dem Leben ein Ende setzt. Die Gedenktage in dieser Zeit weisen in dieselbe Richtung. Am Volkstrauertag, den wir

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Umkehr zum Frieden

Ökumenische FriedensDekade 20  vom 8. – 18. November 2020 Der zweite Lockdown in der Corona- Pandemie hat uns erreicht. In der Epidemie, wörtlich: beim Volk verbreitet, weltweit bedroht eine Krankheit unsere Sicherheit am eigenen Leibe. Wenn wir in den zurückliegenden Jahren über eine Pandemie hörten, dann war sie eben weit entfernt: Ebola in Afrika, Brände in Australien oder am Amazonas, Heuschrecken in Ostafrika – aber – bisher- nicht bei uns. Die Corona- Pandemie hält uns in unserem alltäglichen Lauf einfach an und zwingt uns neu zu bedenken: Was ist ein Menschenleben wert? Wie schützen wir uns und andere, nicht nur

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Ermutigungswort November

„Ein jegliches hat seine Zeit …“ sinniert der Prediger Salomo, und er zählt dann vieles auf: Geboren-Werden und Sterben, Pflanzen und Ausreißen, Weinen und Lachen, Klagen und Tanzen, Steine-Wegwerfen und Steine-Sammeln, Suchen und Verlieren – die Aufzählung enthält Positives und Negatives, Nützliches und Unnützes, Sinnvolles und Sinnloses. Das alles kommt vor, gibt es im Leben. Manchmal höre ich in diesen Worten, dass alles das aber auch nur seine Zeit hat, also auch irgendwann wieder vorbei ist. Je nachdem, ob es gute oder schwierige Zeiten waren, kann man darüber dann traurig oder erleichtert sein. Bei Beerdigungen nutze ich manchmal diese Verse,

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3. Ökumenischer Kirchentag: Chance verantwortungsvoll nutzen.

  In seiner Sitzung am 18.9.2020 hat das Gemeinsame Präsidium des 3. Ökumenischen Kirchentages bestätigt, dass der ÖKT in Frankfurt vom 12. bis 16. Mai 2021 stattfinden soll. Das Format wird an die aufgrund von Corona veränderten Rahmenbedingungen angepasst. 3. Ökumenischer Kirchentag bietet einzigartige Möglichkeit Gerade in Krisenzeiten sind Begegnung, Dialog und Gemeinschaft wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt – davon sind die Veranstalter, der Deutsche Evangelische Kirchentag und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken, fest überzeugt. Der katholische Präsident Prof. Dr. Thomas Sternberg betont: „Die Auswirkungen von Corona verändern die Welt. Mit einer neuen Form des ÖKT haben wir die Chance

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 55

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, drei prominente Musiker, die gemeinsam von Zeit zu Zeit auch ein weltweit begehrtes Klaviertrio bilden, stehen im Mittelpunkt des heutigen Newsletters: Martha Argerich, Gidon Kremer und Mischa Maisky. 1998 fanden sich die drei wieder einmal in Japan zusammen – und im Konzertsaal war nicht nur ein begeistertes Publikum anwesend, sondern auch die Aufnahmemikros der Deutschen Grammophon. Das Konzert bestand aus Dmitri Schostakowitschs Klaviertrio Nr. 2 e-Moll op. 67 und Peter Tschaikowskys Klaviertrio a-Moll op.50.

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 54

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, im Dezember 2019 starb der Dirigent Mariss Jansons. Viele Jahre war er Chefdirigent des Concertgebouworkest Amsterdam, parallel bis zu seinem Tod auch noch beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Wie bedeutend der Verlust dieses außerordentlichen Musikers ist, zeigen die zahlreichen Nachrufe. Auffallend ist vor allem, dass man in Zeiten, in denen „bad news“ eigentlich „good news“ bedeuten, nichts dergleichen zu lesen bekam. Musiker auf der ganzen Welt sprechen voller Hochachtung von diesem Dirigenten, der regelmäßig auch die Wiener und die Berliner Philharmoniker dirigierte. Ich selbst verdanke ihm unvergessliche Konzerterlebnisse, zuletzt noch im

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 53

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, sehr herzlich grüße ich Sie ab heute aus dem Urlaub, den ich wie so oft auf einer Nordseeinsel verbringe. Auf der Suche nach einem passenden Stück zum Urlaubsbeginn hätte ich Ihnen gerne eine Vertonung meiner Insel geschickt – wenn es denn eine geben würde. Aber immerhin: Wer sucht, der findet eine Alternative; und somit stelle ich Ihnen heute mit großer Freude eine absolute Rarität vor: „Helgoland“ von Anton Bruckner.

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 52

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, „Operette sich, wer kann“ war viele Jahre ein Lebensmotto von mir – zu viele schlechte Inszenierungen von Operetten haben bei mir oft Fassungslosigkeit darüber ausgelöst, dass man dieses Genre nicht Ernst genug nimmt und zum Teil haarsträubend schlecht auf deutschen Bühnen inszeniert – selbst in diesem Jahr musste ich das noch so erleben. Seit einigen Jahren gibt es aber endlich auch wieder Spitzeninszenierungen (allen voran an der Komischen Oper Berlin), und dann begreift man schnell, warum in früheren Jahrzehnten diese Werke zu großen Publikumserfolgen wurden.

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 51

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, unerwartet wurde ich vor knapp zwei Wochen überrascht. Ein musikalischer Gruß, verbunden einem Dank für diese Newsletter-Reihe, war am Samstagvormittag im Sendegebiet von NDR Kultur in der Sendung „Klassik auf Wunsch“ zu hören. War schon diese Überraschung geglückt, so bin ich nach knapp zwei Wochen danach vor allem darüber erstaunt, wer mich seitdem bereits auf diese Sendung angesprochen hat. Die begeisterte Newsletter-Empfängerin wählte ein Musikstück, auf das ich ebenfalls schon seit Wochen hinweisen möchte – heute ist es soweit: Samuel Barbers „Adagio for Strings“.

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 50

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, die heutige 50. Ausgabe habe ich für ein besonderes Stück reserviert: Johann Sebastian Bachs Passacaglia und Fuge c-Moll BWV 582. Über dieses Stück ist soviel geschrieben worden, dass ein Newsletter gar nicht ausreichen kann, um dem Werk gerecht zu werden – hier nur die wichtigsten Infos: Das Werk stammt aus Bachs Weimarer Zeit, die von 1708 bis 1717 seine erste große Schaffensphase markierte. In Weimar beschäftigte er sich erstmals intensiv mit der Konzert-Gattung.Vor allem an der von Ludwig Compenius gebauten Orgel in der Schlosskirche setzte er all seine kühnen Ideen in

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 49

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, ein Werk, das ich sehr liebe und selber schon oft spielen und dirigieren durfte, ist das Konzert für Orgel, Streicher und Pauken g-Moll von Francis Poulenc. „Es mag sein, dass nicht alle Musiker an Gott glauben; an Bach jedoch alle“, so lautet ein berühmt gewordenes Zitat des Komponisten Mauricio Kagel. Für Francis Poulenc trat der Glauben erst spät ins Leben. 1936 wandte sich der fast vierzigjährige französische Pianist und Komponist aufgrund schicksalhafter Erfahrungen dem katholischen Glauben zu; anschließend schuf er zahlreiche geistliche Werke und thematisierte christliche Themen auch in seinen Bühnenwerken,

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Pfarrkonvent zu Besuch in Halle

Pfarrkonvent der Propstei Königslutter besucht bei seinem diesjährigen Tagesausflug den Kirchenkreis Halle. Superintendent Hans- Jürgen Kant berichtete über die derzeitige Situation in einer Kirche, die nach der Zeit des Nationalsozialismus und dem Ende der DDR auf starke finanzielle Unterstützung angewiesen ist und bei einer Kirchenmitgliedschaft von ca. 10 % in der Gesellschaft ihren Ort gefunden hat und sich zukünftigen Herausforderungen stellen will. Bei einer Stadtführung auf Luther`s Spuren in Halle waren die Auseinandersetzung der Reformation eindrücklich zu spüren. Der abschließende Besuch bei den Frankschen Stiftungen erschloß die ungeheure Gestaltungsmacht des Pietismus in nahezu allen Lebensbereichen des 18. Jahrhunders. Ein Tag

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Einführung von vier Prädikanten

Am 15 Juni 2019 wurden vier Prädikanten aus der Propstei Königslutter in ihren Dienst eingeführt. Es war ein langer Weg für alle. Nach einer einjährigen Ausbildung zum Lektor folgte eine fünfjährige Erprobungszeit. Dann erst konnte sich die zweijährige Ausbildung zum Prädikanten anschließen. Wir freuen uns auf ihren Dienst in unseren Gemeinden und bitten die Gemeinden freundlich um Unterstützung dieser wichtigen Arbeit der Gottesdienstgestaltung. Gottes Segen für diese Aufgabe wünschen wir Iris Fellmann, Königslutter; Dr. Ulf Harbs, Braunschweig- Volkmarode; Richard Schaper, Braunschweig und Adrian Winterfeld, Essehof.

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